Projektbericht Pelikan

TEMPO FÜR PELIKAN

Jeder, der einen oder mehrere Computer sein eigen nennt, kennt das Problem: Immer wieder brauchen die Drucker Tinte oder Toner, deshalb sollte Druckerzubehör jederzeit lieferbar sein. Pelikan Hardcopy GmbH, der Spezialist in Niederzier, sorgt für diese Lieferbarkeit mit wachsendem Erfolg und musste jetzt sein Logistikzentrum gründlich modernisieren.


 

 

 

 

Im Logistikzentrum der Pelikan Hardcopy GmbH in Niederzier bei Düren werden für verschiedene Unternehmen der Firmengruppe die Lagerlogistik sowie teilweise auch Nachbearbeitung und Konfektionierung abgewickelt. Das Produktspektrum umfasst unterschiedliche Toner- und Tintenprodukte, die von diesem zentralen Standort weltweit distributiert werden.

Aktualisierung in Stufen

Die Realisierung der neuen Lagerlogistik in Niederzier bestand aus mehreren Teilen: Zum einen war die Technik des einen der beiden bestehenden Hochregallager auf den modernsten Stand zu bringen und die zu- und abführende Fördertechnik neu zu gestalten. Diesen Teil bekam die Hörmann Logistik, München, in Auftrag. Zum anderen war die rechnertechnische Abwicklung der Distribution durch den Einsatz eines neuen Lagerverwaltungssystems (LVS) und eines Materialflussrechners (MFR) zu modernisieren. Diesen Part vergab Pelikan Hardcopy an die Stuttgarter S&P Computersysteme.

In der ersten Konzeptstufe wurde das 25 Jahre alte, dreigassige Hochregallager für Paletten (HRL 2), das bisher per Wechselbrücke von einem einzigen Regalbediengerät bedient wurde, inklusive einer komplett neuen Gassenausrüstung umgebaut. Das Lager ist 77 Meter lang, 13 Meter breit, 30 Meter hoch und kann 5000 Paletten aufnehmen. Hier sind jetzt drei neue gassengebundene, vollautomatische Regalbediengeräte (RBG) im Einsatz. Die Bedientechnik im benachbarten dreigassigen HRL 1, das dieselben Dimensionen wie das HRL 2 aufweist und in dem 5000 Paletten untergebracht sind, blieb erhalten: Das RBG wechselt die Gassen mittels Umsetzer. Allerdings übernimmt die Steuerung jetzt eine moderne Siemens S7-Technik.


 

 

 

 

 

Zeitgleich installierten die Münchner im Nebengebäude eine mehrgeschossige Kommissionieranlage, die parallel mit dem Hochregallager 2 in Betrieb genommen wurde. Wichtige Bestandteile der Anlage sind ein Durchlauflager mit 2300 Kommissionierschächten und 80 Palettenplätze für A-Artikel. In der Anlage werden Kleinmengen diverser Kartontypen mit einem Gewicht von bis zu 30 kg durch moderne Behälterfördertechnik (BFT) von TGW im österreichischen Wels und eine Durchlaufregalanlage auf speziellen Trays bereitgestellt. Die Nachschub-Versorgung erfolgt ausschließlich aus den benachbarten Hochregallagern. Über diese Hochleistungs-Fördertechnik, die stellenweise bis zu 1200 Trays pro Stunde befördert, werden die Kleinmengen  in 16 Kommissionierzonen mittels Pick by Light Displays in Versandkartons gepickt.
Die Versandkartons werden automatisch durch die Kommissionierzonen gefahren und passieren am Ende eine Kontrollwaage, einen  automatischen Etikettierer und automatischen Umreifer. Anschließend fahren die Versandkartons über die Fördertechnik direkt zum Versand.
Zwischen dem HRL 1 und der Kommissionieranlage gibt es noch ein weiteres Hochregallager für 2300 Paletten. In jeder der sechs Gassen fahren manuell bediente, ganggebundene Regalbediengeräte. In diesem Lager, das auch als Kommissionierlager bezeichnet wird, sind jene Teile untergebracht, die nicht in der Kommissionieranlage bearbeitet werden können und deshalb nach dem Prinzip „Mann zur Ware“ kommissioniert werden.



 

 

 

 

 

 

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