Projektbericht Thyssen Krupp Industrie

In 5 Wochen war die Logistik der WIG fit für Ihre neue Aufgabe

Ein Großauftrag aus der Automobilzulieferbranche stellte die Thyssen Krupp Industrie, mit Sitz in Leonberg bei Stuttgart vor die Aufgabe, ein komplett neues Dienstleistungs- und Distributionszentrum für ca. 500 unterschiedliche Mehrwegbehältertypen und Zubehörartikel zu realisieren.

Am neuen Standort Remseck bei Ludwigsburg wurde im Rahmen dieses Projektes das Lagerverwaltungs­system SuPCIS der S&P Computersysteme GmbH aus Stuttgart eingeführt. Bemerkenswert ist die sehr kurze Projektlaufzeit. Nur fünf Wochen nach Auftragsvergabe wurde die kundenspezifisch angepasste Lösung zum Produktivbetrieb übergeben.

Die Anwendungslösung wurde schlüsselfertig auf dem ebenfalls von S&P gelieferten IBM xSeries PC-Server mit Windows/NT installiert und konfiguriert. Da die Lösung zunächst ohne Host-Anbindung (Standalone) implementiert wurde, werden sämtliche Stamm- und Bewegungs­daten im LVS erfasst und gepflegt. Über die SuPCIS-L Standardschnittstelle zu Host-Systemen (ERP, PPS) kann das LVS zukünftig auch mit anderen Systemen kommunizieren.

Die angelieferten Behälter werden am Wareneingang barcodeunterstützt erfasst und der Eingang protokolliert. Um Fehlermöglichkeiten zu reduzieren werden in den Dialogen zusätzlich Fotos der jeweiligen Artikel angezeigt. Nach Reinigung der Behälter werden diese gemäß ABC-Strategie chaotisch in ein mehrgassiges, staplerbedientes Palettenregallager, ein Sonderlager sowie etwa 15 Blockläger für Schnelldreher eingelagert. Zur Unterstützung der Auftragseingabe sind im LVS Stücklisten für die einzelnen Artikel hinterlegt. Nach Auftragseingabe in SuPCIS-L erstellt und optimiert das LVS nach Bestandsprüfung und Freigabe die Transportaufträge und druckt alle notwendigen Belege aus. Die Behälter werden nach der Kommissionierung konfektioniert sowie auftrags- und kundenbezogen im Versand bereitgestellt. Anhand der Bewegungsdaten aus dem LVS erfolgt auch die Abrechnung mit dem Kunden.

Das Projekt ist laut Horst Reichert, Geschäftsführer der S&P, ein hervorragendes Beispiel, wie man durch Einsatz modularer Softwarelösungen annähernd das Preisniveau und die Lieferzeiten von „out-of-the-box” Standardsoftware erreichen, aber durch die Realisierung von spezifischen Anpassungen dem Kunden trotzdem deutlichen Mehrwert bieten kann.

Die seit 30 Jahren bestehende Thyssen Krupp Industrie, eine Tochter der ThyssenKrupp Industrieservice AG,  erbringt mit ca. 5.300 Mitarbeitern an über 60 Standorten in Deutschland und Europa industrielle Dienstleistungen und gehört heute zu den führenden Serviceunternehmen im Bereich der Industrieinstandhaltung.