Etra Oy

ETRA Oy bringt mit SuPCIS-L8 einen Erfolgsfaktor in sein Lager!

Höher, schneller, weiter? Die Kundenanforderungen an das finnische Technologieunternehmen ETRA Oy (ETRA), das seinen Kunden als Groß- und Einzelhändler eine breite Palette industrieller Produkte und Dienstleistungen anbietet, nehmen stetig zu und erfordern jederzeit ein Höchstmaß an Qualität und Zuverlässigkeit. Mit dem Blick in Richtung Zukunft hat sich ETRA bei der Erweiterung seiner Lagerlogistik am Standort des Zentrallagers Hämeenlinna (Finnland) daher bewusst für die Automatisierung entschieden.

Mit dem Ausbau des Logistikzentrums und derImplementierung der Warehouse Management Software SuPCIS-L8 ist ETRA schon jetzt entscheidende Schritte in das digitale Zeitalter gegangen. Zu den Prozessen, die das WMS SuPCIS-L8 abbildet und unterstützt, gehören sämtliche Abläufe und Komponenten in den automatisierten Lagerbereichen – vom Wareneingang über die Kommissionierung mit integriertem Pick-to-Light-System, Konsolidierung bis hin zur Verpackung. Durch die nahtlose Interaktion des WMS und MFC mit den Anlagensteuerungen der GEBHARDT Fördertechnik GmbH profitiert ETRA von einem maßgeschneiderten und effizienten Materialfluss.

Das neue, doppeltiefe 4-gassige automatische Kleinteillager(AKL) bietet umfangreiche Nutzfläche und rund 50.000 Lagerplätze für das breitaufgestellte Lagersortiment von ETRA. Ankommende Ware vom zentralen Wareneingang oder Nachschub aus den manuellen Lagerbereichen wird je nach Menge und Konfiguration im LVS-Artikelstamm auf die vom LVS automatisiert, bereitgestellten Behälter, in der vom LVS vorgeschlagenen Menge umgepackt. Hierzu stehen zwei unterschiedliche Behältertypen zur Verfügung. Bei Bedarf können diese auch zur Lagerung von mehreren Artikeln pro Behälter unterteilt werden. Diese Unterteilung wird in den Prozessen auch grafisch visualisiert. Bevor die Ware aber eingelagert werden kann, durchläuft sie eine Gewichts- und Höhenkontrolle – geprüft werden in diesem Zusammenhang das vorgegebene Maximalgewicht von 50kg und es wird sichergestellt, dass keinerlei Material oder Verpackungsmaterial aus den Behältern hervorsteht.

Im Fehlerfall werden die Behälter mit Anzeige des Fehlers direkt wieder dem Bediener zugeführt. Für Kleinstmengen besteht an einem der Umpackplätze auch die Möglichkeit der Anforderung von gering befüllten Lagerbehältern zur Zulagerung.

Von den vier Gassen des AKLs werden zwei Gassen jeweils durch Regalbediengeräte (RGB) vonder GEBHARDT Fördertechnik GmbH betrieben und dienen als Zone für nicht schnelldrehende Ware mit großem Lagerbestand. In den beiden anderen Gassen werdenBehälter mit schnelldrehenden Artikeln gelagert. Dort agieren jeweils 5übereinander angeordnete Multi-Level-Shuttle (MLS) die über einen Lift ver- undentsorgt werden. Durch diese Parallelisierung wird die Lagerleistung deutlicherhöht. Jedes einzelne Fahrzeug, wie auch die 3 Steuerungen derFördertechnikbereiche sind direkt mit dem SuPCIS-L8 MFC gekoppelt.

Um auch beider Einlagerung die Leistung zu steigern, verfügen sowohl RBG als auch die MLSüber die Möglichkeit, 2 Behälter gleichzeitig zu transportieren. Die Auswahlder Lagerplätze erfolgt durch das LVS so optimiert, dass sowohl die aktuelleBelegung der Puffer vor den Ebenen als auch die Lagerplatzbelegung innerhalbder Gassen sowie die Paarbildung für die doppeltiefe Lagerung berücksichtigt werden.

Schnelle und transparente Logistikprozesse

Das LVS verwaltet sowohl das neue AKL als auchden bereits früher installierten Kommissionier- und Lagerbereich mit 32Kardex-Lagertürmen und vorgelagerter Gebhardt Fördertechnik. Das LVS hat sichhier in die ursprünglich zwischen Kardex-Steuerung und Host bestehendeSchnittstelle genauso eingeklinkt wie in die zwischen Kardex und bestehender Fördertechniksteuerung. Die neue Funktionalität konnte so ohne Eingriff an die bestehenden Systeme erreicht werden. Wird innerhalb eines Auftrags Ware aus beiden Bereichen benötigt, wird zuerst im Kardex-Bereich die Ware kommissioniert und im ebenfalls mittels eines Multi-Level-Shuttlesautomatisierten Konsolidierpuffer zwischengespeichert. Erst dann startet das LVS die Entnahme der Auftragsteile aus dem AKL.

Über die Fördertechnik gelangen die einzelnen Quellbehälter dann zu den sechs Kommissionierarbeitsplätzen („Ware-zur-Person"-Prinzip) mit jeweils 4 Zielplätzen für extragroße Behälter, die nur für den Transportzwischen Kommissionierplatz und Packplatz verwendet werden. Diese Behälterwerden automatisiert bereitgestellt und mit dem Zielplatz verheiratet. Das LVS verplant hier Großaufträge auf einzelne Behälter und Einpositionsaufträge zurReduktion der Transporte auf der Fördertechnik zwischen Kommissionierung undPackbereich auf Sammelbehälter. Dem Mitarbeiter wird das Produktbild angezeigtund er entnimmt die Ware in der vom Lagerverwaltungssystem vorgegebenen Menge. Durch das angebrachte Pick-to-Light-System wird der anschließende Verteilvorgang für die Mitarbeiter noch einfacher gestaltet, da dem Mitarbeiterüber das oberhalb des Behälters angebrachte Display angezeigt wird, wohin welche Menge gelegt werden muss. Anschließend muss die Verteilung nur noch über die Quittier-Taste bestätigt werden.

Bei kleinen Artikeln, die in großen Mengen abgezählt werden müssten, kommen vollständig in den SuPCIS-L8-Dialog integrierte Zählwaagen zum Einsatz. Der Dialog zeigt jeweils ergonomisch an,wie viele Artikel gewogen wurden und inwieweit noch weiteres Stückgut hinzugegeben oder entfernt werden muss. Das zeitaufwändige Zählen entfällt unddurch die integrierte Dialogführung im LVS muss nicht zusätzlich die Waagebedient werden.

Ist ein Auftrag abgeschlossen, wird dies dem Mitarbeiter überdie PTL-Anlage im Klartext angezeigt und der Mitarbeiter löst den Abtransport des Zielbehälters ebenso über das Display aus, wie den Abtransport des Quellbehälters, wenn dieser nicht mehr benötigt wird. Bis der Mitarbeiter wieder am Entnahmeplatz steht, ist bereits der nächste Entnahmebehälter bereitgestellt. Der Quellbehälter fährtje nach Bedarf entweder an einen anderen Kommissionierplatz oder wird, auchnach einem Nulldurchgang, ins AKL rückgelagert.

Auftragsbehälter, die einenkompletten Auftrag beinhalten, gelangen wie die Sammelbehälter fürEinpositionsaufträge direkt nach dem Kommissioniervorgang über einen Loop aneinen der 6 Packplätze. Setzt sich ein Auftrag hingegen aus mehreren Behälternzusammen, die aus beiden automatisierten Lagerbereichen stammen können, erfolgtzunächst eine Zwischenpufferung, bis der letzte Behälter im Konsolidierpufferankommt. Nun initiiert das Warehouse-Management-System die Auslagerung aller zueinem Auftrag gehörenden Behälter an einen der fünf direkt aus demKonsolidierpuffer angesteuerten Packplätze in der vom Bediener steuerbarenPriorität. Dies ist sehr wichtig, da sowohl Direktbelieferungen auf die Baustellender Kunden als auch Nachschubaufträge an die dezentralen Läger- und ETRA Verkaufsstellenin ganz Finnland mit unterschiedlichen Abfahrtszeiten aus dem Zentrallagererfolgen. Die hohe Servicequalität von ETRA erfordert, dass alle Aufträgetagfertig ausgeliefert werden. Paketlieferungen werden am Packplatz verpacktund für den Versand bereitgestellt. Lieferungen an die ETRA Verkaufsstellenerfolgen umweltgerecht über ein Kreislaufsystem mit Mehrwegbehältern, die derPacker wieder auf die Fördertechnik übergibt und die über einen Versandsorteran die, den Filialen zugeordneten Bereitstellbahnen, vollautomatisch ausgeschleust werden.

Vollständiger Überblick über den Zustand imLager

Um die Effizienz, Produktivität und Transparenz im Lager von ETRA bestmöglich zu erhöhen sowieFehler zu vermeiden, kommen auch das Fotostudio in SUPCIS-L8 und der Warehouse Viewer zum Einsatz. Mit dem Fotostudio in SUPCIS-L8 können auch die Artikel bzw.Verpackungseinheiten über die Kamera im MDE bildlich festgehalten werden, diebisher im Webshop kein Bild hinterlegt hatten. Über die integrierteBildbearbeitung können auch spezielle Merkmale markiert und im Lagerverwaltungssystemangezeigt und dauerhaft hinterlegt werden.

Ergänzend dazu bietet der Warehouse Viewer jederzeit eine grafische Übersicht derLagerbereiche sowie eine Visualisierung der Bewegungen und Zustände dereingesetzten Automatisierungskomponenten im Lager. Auch das Einsehen vonmöglichen Störungen im Lager oder Scannerstatistiken sind dadurch schnell undeinfach an jedem Arbeitsplatz des LVS möglich. Das SuPCIS-L8 Cockpit mit der Sammlung an Dashboards zeigt ständig aktuelle Daten über die Anzahl anstehender und geschlossener Aufträge, die Informationen zum aktuellen Füllstand der Gassen, Ein- und Auslagerungen, sowie dem Status der Kommissionierung an.

Effiziente Logistikstrategie als Dreh- und Angelpunkt der Zukunft

Das reibungslose Zusammenspiel zwischen dem WMS SuPCIS-L8 und der Fördertechnik der GEBHARDT Fördertechnik GmbH bilden eine erfolgreiche Gesamtlösung für das Unternehmen ab. Durch die Flexibilität, Individualisierbarkeit und verfügbaren Schnittstellen der Lagerverwaltungssoftware verfügt ETRA zudem auch zukünftig die Möglichkeit, seine Lagerlogistik weiterauszubauen. »Durch die Erweiterung unserer Lagerlogistik und der erfolgreichen Implementierung von SuPCIS-L8 können wir auch künftig bestens auf die Bedürfnisse unserer Kunden eingehen. Die strukturierten Lager- undArbeitsabläufen sowie erhöhte Effizienz, Transparenz und Flexibilität inunserem Lager lassen uns positiv in die Zukunft blicken.«, so Pekka Pöntiö,Leiter der Logistik bei ETRA.

»Wir freuen uns über das entgegengebrachte Vertrauen von ETRA und Gebhardt und erinnern uns noch heute gerne an diesegemeinsame Teamleistung, die natürlich vor Ort auch in typisch finnischerManier in der Sauna gefeiert wurde!«, so Horst Reichert, Geschäftsführer beider S&P Computersysteme GmbH.