Features und Innovationen

Fashionbranche: souveräne Intralogistik – von Omnichannel bis zur smarten Retourenabwicklung (Teil 2).

Der zweite Teil zeigt, wie kanalübergreifende Prozesse funktionieren, wie Unternehmen Retouren steuern und welche Anforderungen Hänge- und Liegeware stellen. Ein leistungsstarkes Warehouse Management System (Element Logic Software Suite) entscheidet hier über Effizienz und Tempo.

3. Herausforderung: Multichannel-, Crosschannel- und Omnichannel-Distribution

Einkaufen war früher überschaubar. Kunden gingen ins Geschäft, wählten ein Produkt und bezahlten. Heute wechseln sie ständig zwischen den Kanälen. Sie scrollen durch Apps und Social Media, klicken sich durch Webshops und stehen später im Laden. Sie erwarten einen reibungslosen Ablauf, unabhängig vom Kanal.

Wir ordnen erst mal die Begriffe ein und erklären, was sie bedeuten.

Multichannel: Unternehmen verkaufen über mehrere getrennte Vertriebskanäle. Ein Umtausch im Laden ist allerdings nicht möglich, wenn der Kauf online erfolgte. Denn die Kanäle arbeiten unabhängig voneinander.

Crosschannel: Die Kanäle sind miteinander verknüpft. Kunden bestellen online und können die Ware im Laden abholen. Auch der umgekehrte Weg funktioniert. Das Einkaufserlebnis bleibt über alle Wege hinweg verknüpft.

Omnichannel: Alle Kanäle verschmelzen zu einem durchgängigen Erlebnis. Kunden kaufen per App, verfolgen den Versand online, schreiben dem Support über Social Media und geben die Ware im Store zurück. Der Prozess bleibt durchgehend konsistent.

Der Verkauf über mehrere Kanäle gehört heute zum Standard. Er erhöht jedoch die logistische Komplexität. Jeder zusätzliche Kanal erzeugt Bestellungen, Daten und Schnittstellen. Systeme laufen dauerhaft synchron. Mitarbeitende benötigen klare Prozesse, um effizient zu arbeiten.

Lösung: Integriertes Kanalmanagement (Multichannel-, Crosschannel- und Omnichannel)

Unser WMS bündelt alle Verkaufskanäle in einem System. Es erfasst Bestellungen aus Onlineshop, Marktplatz und App zentral. Die Software steuert Auslieferungen und »Click & Collect«-Prozesse präzise. Diese automatisierten Abläufe entlasten das Team im Lager. Mitarbeitende erhalten klare Aufgaben und Kunden bekommen ihre Ware zuverlässig.

Besonderheit: AutoStore im Omnichannel-Betrieb

Ein AutoStore mit 20 Ports ermöglicht eine flexible Kommissionierung:

  • 15 Ports für den Onlineshop: Bestellungen verlassen das Lager innerhalb von 24 Stunden.
  • 3 Ports für Großkunden: Die Software bündelt Aufträge und organisiert sie termingerecht.
  • 5 Ports für Filialen: Stationäre Stores erhalten Ware just in time.
  • 2 Ports für Expressaufträge: Die Ware geht noch am selben Tag in den Versand.

Das Ergebnis: Weniger Fehler, kurze Durchlaufzeiten und konsistente Prozesse über alle Kanäle.

Wie so ein Fashion-Lager mit AutoStore funktioniert? Davon berichten unsere Kunden in den Case Studies.

4. Herausforderung: Rücksendungen, Umtausch und Reklamationen

Die Fashionbranche verzeichnet hohe Retourenquoten. Täglich treffen Rücksendungen ein. Gründe sind falsche Größen, Fehlkäufe oder Auswahlbestellungen. Ohne strukturierte Prozesse steigt der Aufwand schnell. Unternehmen verlieren Zeit und Übersicht. Kunden erwarten eine schnelle und einfache Rückabwicklung. Mitarbeitende benötigen klare Abläufe, um Retouren effizient zu prüfen, zu verbuchen und wieder einzulagern.

Lösung: Automatisiertes Retourenhandling mit Qualitätsprüfung

Unsere WMS steuert den gesamten Retourenprozess. Es sorgt für Transparenz und Geschwindigkeit. Mitarbeitende arbeiten Schritt für Schritt im System. Sie prüfen die Ware direkt bei Wareneingang. So gelangt jeder Artikel schnell wieder ins Lager oder in den Verkauf. Die Software bietet zahlreiche Funktionen und lässt sich an branchenspezifische Anforderungen anpassen. Jeder Prozessschritt bleibt nachvollziehbar. Die Software dokumentiert den Weg der Ware vom Eingang bis zur Ersatzlieferung.

Retourenbearbeitung im Überblick

Ein klarer Prozess spart Zeit und reduziert Fehler. So läuft es in der Praxis:
1. Identifizieren: Das WMS erkennt die Retoure im Wareneingang anhand von Artikel und Lieferposition.
2. Erfassen: Der Artikel wird digital erfasst und dem Auftrag zugeordnet.
3. Prüfen (Verwendungsentscheid): Mitarbeitende bewerten Zustand und Verwendbarkeit.

  • Variante 1: Die Retoure wird direkt bewertet:
    - Schrott → entsorgen
    - B-Ware / 2. Wahl → einlagern oder aufarbeiten
    - Reparatur oder Reinigung → weiterleiten
  • Variante 2 (komplexe Artikel): Die Retoure geht ins Prüflager. Das QS-Team bewertet die Ware und legt den weiteren Ablauf fest.

4. Einlagern & Bestandskorrektur: Nach der Prüfung passt das System den Bestand automatisch an.
5. Kunden informieren & Vorgang abschließen: Ersatz, Umtausch oder Reparatur laufen direkt übers ERP-System.

So wird eine Retoure im System angelegt.

Für eine korrekte Verarbeitung benötigt das System ein Avis (Avisierungsdaten). Dieses lässt sich auf zwei Wegen anlegen:

  1. Automatisch beim Ladungsabschluss: Das System erzeugt bei der Auslieferung ein Avis pro Packstückposition. Es bleibt sechs Wochen gültig und ist parametrierbar. Retouren lassen sich innerhalb dieses Zeitraums direkt bearbeiten.
  2. Manuell als Ad-hoc-Variante: Kündigt der Kunde eine Rücksendung spontan an, erstellt das ERP-System ein Avis und übergibt es ans WMS. Dieses prüft, ob bereits eine Voranmeldung besteht, und legt nur dann ein neues Avis an, wenn nötig.
5. Herausforderung: Hänge- und Liegeware

Fashion stellt unterschiedliche Anforderungen an die Lagerung. Mäntel und Blazer kommen auf Bügeln als Hängeware. Shirts, Jeans und Accessoires liegen gefaltet in Kartons als Liegeware. Jede Warengruppe benötigt eigene Prozesse. Falsche Handhabung führt zu Falten oder Beschädigungen. Das ist bei hochwertigen Artikeln inakzeptabel.

Lösung: Getrennte, aber vernetzte Wareneingangsprozesse für Hänge- und Liegeware

Ein Kunde erhält regelmäßig exklusive Winterjacken auf Bügeln. Gleichzeitig treffen gefaltete Shirts ein. Unsere Software erkennt die Warengruppe automatisch. Sie führt die Mitarbeitenden durch den passenden Prozess. Der Ablauf reicht vom Wareneingang bis zur Auslagerung. Jedes Teil bleibt in einwandfreiem Zustand.


Weiteres nützliches Feature: Wegezeiten reduzieren mit Algorithmen

Die »Warehouse Healing«-Strategie verkürzt Laufwege bei der Kommissionierung. Algorithmen analysieren Pickfrequenzen und Produktaffinitäten. Das WMS schlägt gezielte Umlagerungen vor. Viele Lager reduzieren ihre Wegezeiten damit um bis zu 60 Prozent. Die Methode kombiniert Datenanalyse mit KI-gestützten Simulationen. Kundenbeispiel bei Technilog.

Bilanz: Die Fashionbranche lebt von Tempo und Bewegung. Erfolg entsteht durch modisches Gespür und klare Prozesse. Eine smarte Lagerverwaltung bringt Kollektionen pünktlich in den Handel. Sie steuert Retouren zuverlässig und hält Bestände transparent.

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Redaktion
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